Was ist eigentlich die „Brenizer Methode“?

  • ƒ/2.8
  • Canon EOS 6D
  • 3 Oktober, 2015
  • 100mm
  • 125
  • 1/640s

Heute möchte ich euch meinen ersten Versuch beschreiben, Aufnahmen nach der „Brenizer Methode“ zu machen. Manche nennen es auch „Bokeh Panorama“. Grob gesagt, geht es darum, mehrere Portraitaufnahmen mit geringer Schärfentiefe zu einem Panorama zu verrechnen. Das Resultat ist dann quasi eine Weitwinkelaufnahme mit der Charakteristik einer Portraitlinse.

Rein rechnerisch erhält man mit dieser Technik eine „virtuelle“ Linse mit einer unmöglichen Lichtstärke von deutlich kleiner 1. Es gibt spezielle Rechner, um diese virtuelle Linse zu berechnen z.B. diesen hier.

Für dieses Bild habe ich ca. 10 Einzelbilder mit dem Canon 100mm Macro L bei f/2.8 mit manuellem Fokus und manueller Belichtung aufgenommen. Das erste Bild war dabei ziemlich zentral und die Folgenden dann schön im Uhrzeigersinn außen herum. Das Panorama habe ich dann mit Photoshop erzeugt.

Das Ergebnis gefällt mir ausgesprochen gut. Die Komposition ist zwar jetzt nichts besonderes (auch wenn das Model natürlich über jeden Zweifel erhaben ist), aber die Technik hat definitiv Potential. Ich kann mir das für besondere Portraits oder Paarshootings sehr gut vorstellen.

Anmerkung: Natürlich kann man so einen ähnlichen Effekt auch mit diversen Unschärfe-Tools erzeugen, aber ich finde die Bildwirkung so einfach stimmiger.

Was meint ihr?

Wenn ihr mehr Beispiele für den Effekt sehen wollt, probiert doch einfach mal eine Google Bilder Suche.

5 Kommentare zu “Was ist eigentlich die „Brenizer Methode“?

  1. Schön drumherum beschrieben? Wer noch nie von dieser Methode gehört hat (so wie ich) kann mit deiner Beschreibung leider nix anfangen. Ich hab’ den Trick nicht verstanden. Dein Titel verspricht da deutlich mehr, als du halten kannst (oder willst?). Schade.

    • Hallo Severin, vielen Dank für das Feedback. Ich sehe ein, dass es vielleicht, nur mit Worten beschrieben, etwas schwer zu verstehen ist. Daher werde ich den Artikel noch um einige Bilder erweitern, die zeigen, wie das endgültige Bild zusammengesetzt wurde. Dann sollte es klarer werden. Aber im Wesentlichen ist es wirklich nichts anderes als ein Panorama aus vielen Einzelbildern mit einer Telebrennweite bei offener Blende. Dadurch entsteht eine Bildwirkung, die so mit einer einzigen Aufnahme nicht möglich wäre (sehr kleiner Schärfebereich bei gleichzeitig weitem Bildwinkel).

  2. Hallo,

    Ich fand deine Beschreibung gut. Letzen Endes muss man das wohl eh selbat austesten.

    Du haat ja das erst bild zentriert und damit einen Fokus setzen können. Was hast du mit den anderen Bildern gemacht? Wo sitzt da der Fokus? Jeweils auf dem Mädchen?

    Danke und schönen Gruß
    Mona

    • Hallo Mona, ja genau, ich habe für das erste, zentrale Bild den Autofokus benutzt. Für die weiteren Bilder habe ich den Autofokus einfach abgeschaltet. Der Fokus hat sich dann also nicht mehr verändert.

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